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Immobilien in Cottbus, 474 Ergebnisse

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Eine lebendige Grenzstadt
Der erste große wirtschaftliche Aufschwung von Cottbus setzte im achtzehnten Jahrhundert ein, als die französischen Hugenotten auf der Flucht vor den Glaubensverfolgungen in die Stadt kamen. Wunderschöne Gärten entstanden, der mittelalterliche Ort dehnte sich in alle Richtungen aus. Im neunzehnten Jahrhundert, mit Beginn der Industrialisierung, hatte Cottbus seinen nächsten Aufschwung, die Cottbusser Textilindustrie nahm ihren Anfang. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) wurde die stark zerstörte Stadt Bezirkshauptstadt der DDR und zum wichtigsten Energie- und Kohlelieferanten ab 1957, die Textilindustrie begann von Neuem, Möbelindustrie und Nahrungsmittelproduktion kamen dazu. Nach der Wende und durch die Privatisierungen änderte sich das Stadtbild. Es entstand in Cottbus ein Wissenschafts-, Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum, das durchaus mit anderen Großstädten mithalten kann.

Cottbus hat heute neunzehn Gemeinen mit weitern neunzehn Gemeindeteilen und Siedlungspunkten, wobei Schmellwitz, Spremberger Vorstadt, Sachsendorf, Ströbitz und Sandow am bevölkerungsreichsten sind. Im Gegensatz dazu leben in Willmersdorf, Skadow und Saspow die wenigsten Menschen. In ganz Cottbus finden sich trotz der großen Zerstörungen während des Krieges noch viele alte Häuser, die auch noch die DDR-Zeit überlebt haben und an die Vergangenheit erinnert, wie die sehr aufwendig gearbeitete Säulenkolonnade an der Berliner Straße, das neugotische Elektrizitätswerk (erbaut 1901-1903), der mittelalterliche Schlossturm auf der Talsandinsel oder auch das spätbarocke Schloss Branitz.

Ein sehr hübsches Wohnviertel, der Altmarkt mit seinen barocken Bürgerhäusern, war einst ein wichtiger Handelsplatz mit Fachwerkbauten, heute ist er eine beliebte Wohngegend. Im krassen Gegensatz dazu steht das Wendische Viertel mit seinen Plattenbauten im typischen DDR-Stil (erbaut 1984-1989), nicht unbedingt ein von der Ober- und oberen Mittelschicht bevorzugtes Gebiet. Bei der durchaus attraktiven Fußgängerzone in der Innenstadt reizt die gemischte Bebauung mit den schönen Häusern des neunzehnten Jahrhunderts und den Bausünden der fünfziger Jahre. Der Bereich hat seinen ganz eigenen Charme und gilt zwar nicht als Bestlage, aber durchaus akzeptabel. Der Schloßkirchplatz besteht aus einem Konglomerat von vier Bauepochen, neben dem alten Bürgermeisterhaus, dem Pastoriat und Bürgerhäusern der Jahrhundertwende finden sich Werke im Bauhausstil des Architekten Mendelssohn. Beim wohl schönsten Viertel von Cottbus, dem Mühlengraben mit seinen Weißgerber- und Lohhäusern, handelt es sich um ein ehemaliges Handwerkerviertel, heute der ideale Wohnort für Nostalgiker. Das älteste Haus stammt von 1727, in diesem Wohngebiet finden sich die Anwohner mit Vergnügen mit schiefen Wänden und unebenen Böden ab. Kahren war bis zur Eingemeindung 1993 ein eigenständiges Dorf, das über siebenhundertfünfzig Jahre selbstständig existierte. Durch den erhalten gebliebenen Dorfcharakter zählt Kahren zu den beliebten Stadtbezirken, Ruhe und die Nähe zur Stadt machen es besonders attraktiv. Ursprünglich sorbisch/wendisch geprägt ist Kahren heute ein netter Ort, der mit seinen teilweise noch alten Gebäuden durchaus einen gewissen Charme hat.

Das Leben von Cottbus prägen Industrie, Bildung und Wissenschaft, was sich allen Bereiche zeigt. Kulturell verfügt die Stadt über ein breites Angebot, es steht eine Vielzahl von Theatern, Ensembles und Bühnen mit den unterschiedlichsten Programmen zur Verfügung. Sehr schön ist das "Filmtheater Weltspiegel", ein Kino, das im Jugendstil erbaut wurde und das zweitälteste in Deutschland ist, wobei natürlich auch andere Häuser Cineasten auf dem Laufenden halten. Kulturinteressierte finden in den vielen Museen ausreichend Informationen zu Land, Technik und Geschichte, das Raumflugplanetarium lädt nicht nur einmal zu einem Besuch ein. Als typische Universitäts- und Messestadt gibt es ein reges Nachtleben mit netten Bars und rustikalen Studentenkneipen, eleganten Gourmettempel und schicken Clubs.
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